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Weißer Lkw an einer Zollschranke vor einem Abfertigungsgebäude
Autor
Öztep Transporte GmbH
Veröffentlichung
September 2026

EORI-Nummer beantragen und prüfen: So geht es ab Oktober 2026

Kurz erklärt: Die EORI-Nummer ist die Kennnummer, unter der Unternehmen bei allen Zollbehörden der EU geführt werden. Wer Waren einführt, ausführt oder durch die EU befördert, braucht sie. Die Beantragung ist kostenlos und läuft in Deutschland ab dem 1. Oktober 2026 verpflichtend über das Zoll-Portal.

EORI steht für Economic Operators Registration and Identification. Die Nummer gilt in der gesamten Europäischen Union. Jedes Unternehmen darf genau eine davon besitzen. In Deutschland beginnt sie mit dem Länderkürzel DE. Ohne EORI-Nummer kann der Zoll eine Anmeldung keinem Beteiligten zuordnen. In der Praxis bleibt die Ware dann stehen.


Wer braucht eine EORI-Nummer?

Unternehmen mit Zollkontakt

Jedes Unternehmen, das Waren aus Ländern außerhalb der EU einführt oder dorthin ausführt, braucht eine EORI-Nummer. Das gilt auch für Versandverfahren wie T1 und für Präferenznachweise. Auch wenn eine Zollagentur die Anmeldung für Sie abgibt, braucht Ihr Unternehmen in der Regel eine eigene EORI-Nummer. Sie steht in der Anmeldung als Einführer oder Ausführer.

Privatpersonen

Privatpersonen brauchen grundsätzlich keine EORI-Nummer. Das ändert sich, wenn sie nicht nur gelegentlich Zollanmeldungen abgeben. Als gelegentlich gelten laut Zoll weniger als zehn Anmeldungen pro Jahr. Für Privatpersonen gibt es ein eigenes Antragsverfahren.

Unternehmen außerhalb der EU

Ein Unternehmen ohne Sitz in der EU beantragt die EORI-Nummer in dem Mitgliedstaat, in dem es erstmals eine Zollanmeldung abgibt. Danach gilt sie in allen Mitgliedstaaten.

Niederlassungen

Eine Niederlassung ohne eigene Rechtspersönlichkeit bekommt keine eigene EORI-Nummer. Sie wird unter der EORI-Nummer des Hauptsitzes geführt und erhält dort eine eigene Niederlassungsnummer.


Der Antrag im Zoll-Portal Schritt für Schritt

Bis Ende September 2026 lässt sich die EORI-Nummer noch mit dem Papierformular 0870 beantragen. Ab dem 1. Oktober 2026 ist das Zoll-Portal verpflichtend. Das Formular ist nur noch zulässig, wenn das Portal nicht erreichbar ist. Zuständig ist die Generalzolldirektion, Dienstort Dresden.

1. ELSTER-Zugang besorgen Für das Geschäftskundenkonto im Zoll-Portal brauchen Unternehmen ein ELSTER-Organisationszertifikat. Die Ausstellung kann einige Zeit dauern. Wer noch keins hat, sollte es beantragen, bevor die erste Sendung ansteht.
2. Im Zoll-Portal registrieren Mit dem Zertifikat legen Sie das Geschäftskundenkonto Ihres Unternehmens im Zoll-Portal an.
3. EORI-Nummer beantragen Im Portal stellen Sie den Antrag mit den Stammdaten Ihres Unternehmens, unter anderem Firmierung, Anschrift, Rechtsform, Registereintrag und Steuernummern.
4. Zuteilung durch den Zoll Die Generalzolldirektion prüft den Antrag und teilt die Nummer zu. Eine feste Bearbeitungsdauer nennt der Zoll nicht. Planen Sie deshalb einen Puffer ein.

Achtung bei kostenpflichtigen Angeboten: Die EORI-Nummer ist beim Zoll kostenlos. Im Netz werben Dienste damit, die Beantragung gegen Gebühr zu übernehmen. Das ist nicht nötig, darauf weist auch der Zoll selbst hin.


EORI-Nummer prüfen

Ob eine EORI-Nummer gültig ist, können Sie über den Prüfdienst der Europäischen Kommission abfragen. Das ist sinnvoll, bevor Sie die Nummer eines Geschäftspartners in Dokumente übernehmen, zum Beispiel beim Export an einen Abnehmer in der EU. Name und Anschrift zeigt der Dienst nur an, wenn der Inhaber der Veröffentlichung zugestimmt hat. Die Gültigkeit selbst wird immer bestätigt.

Die eigene EORI-Nummer herausfinden

Die Nummer ist da, aber niemand weiß mehr, wo sie steht? Sie finden sie auf früheren Zollbelegen, etwa auf einem Einfuhrabgabenbescheid oder einem Ausfuhrbegleitdokument. Auch Ihr Spediteur oder Ihre Zollagentur hat sie in den Unterlagen. Mit einem Geschäftskundenkonto im Zoll-Portal sehen Sie Ihre Stammdaten dort jederzeit selbst.


Die häufigsten Fehler rund um die EORI-Nummer

  • Mit der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer verwechselt: Beide Nummern haben ein Länderkürzel, sind aber verschieden. In die Zollanmeldung gehört die EORI-Nummer.
  • Zu spät beantragt: Die erste Sendung ist schon unterwegs, der ELSTER-Zugang fehlt noch. Dann wartet die Ware, bis die Nummer da ist.
  • Mehrere Nummern beantragt: Ein Unternehmen hat genau eine EORI-Nummer. Weitere Standorte laufen über Niederlassungsnummern.
  • Stammdaten nicht aktualisiert: Nach einem Umzug oder einer Umfirmierung müssen die Daten beim Zoll angepasst werden. Sonst passen Anmeldung und Register nicht zusammen.
  • Für Geld beantragt: Die Beantragung beim Zoll kostet nichts.

EORI vorhanden? Dann beginnt die Zollabwicklung

Die EORI-Nummer ist die Eintrittskarte. Die eigentliche Arbeit beginnt mit der ersten Anmeldung: Einfuhr, Ausfuhr, Versandverfahren oder Präferenznachweis. Die Öztep Transporte GmbH übernimmt diese Anmeldungen über ATLAS mit Ihrer EORI-Nummer, persönlich betreut und auf Wunsch zusammen mit dem Transport.

  • Import: Einfuhranmeldung, Einfuhrumsatzsteuer und Freigabe. Mehr unter Zollabfertigung Import.
  • Export: Ausfuhranmeldung, Ausfuhrbegleitdokument und Ausgangsvermerk. Mehr unter Zollabwicklung Export.
  • Alles aus einer Hand: Zoll und Transport über einen Ansprechpartner. Mehr unter Zollagentur.

Sie planen Ihre erste Einfuhr oder Ausfuhr? Rufen Sie uns an, bevor die Ware unterwegs ist: 0201 17189840. Wir sagen Ihnen, welche Unterlagen Sie brauchen. Die Anmeldung übernehmen wir.

EORI vorhanden? Den Rest übernehmen wir

Einfuhr, Ausfuhr, T1 und Präferenznachweise über ATLAS, persönlich betreut von der Öztep Transporte GmbH.

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